Steffen Neuscheler
Wenn Steffen über Mittelstadt spricht, dann klingt das nach Heimat, nach Zusammenhalt und nach gelebtem Engagement. Seit seiner Geburt ist der 49-Jährige fest mit dem Ort verbunden – familiär, beruflich und vor allem durch sein ehrenamtliches Wirken in der Dorfgemeinschaft.
„Man ist ja immer so jung, wie man sich fühlt – und am liebsten fühle ich mich jung!“
Ein Satz, der zu ihm passt – lebensfroh, mit einem Augenzwinkern und viel Tatendrang.
Ehrenamt als Lebenshaltung
Seit 34 Jahren ist Steffen aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, zusätzlich engagiert er sich als Vorstand der Narrenzunft Brühlbärbel, einem der traditionsreichen Vereine im Ort. Er weiß aus eigener Erfahrung: Vereine sind weit mehr als Freizeitgestaltung – sie sind Orte der Begegnung, Brücken für Zugezogene, Motor für das Miteinander.
„Das Vereinsleben macht unser Dorf lebendig.“
Besonders gern denkt er an das Bierfest, das seine Narrenzunft gemeinsam mit dem Musikverein Mittelstadt veranstaltete: „Eine tolle Zusammenarbeit!“ Und auch in herausfordernden Zeiten wie der Pandemie wurde nicht aufgegeben – stattdessen entstanden kreative Formate wie die Fasnetsfenster im ganzen Ort: kleine, liebevoll gestaltete Installationen, die den Geist der Fasnet lebendig hielten.
Ein Dorf mit Charakter – und Handlungsbedarf
Steffen sieht sein Dorf mit wachen Augen: Die freundlichen Begegnungen, das Zusammenwirken der Vereine, der Wunsch vieler, sich einzubringen – all das schätzt er sehr. Gleichzeitig macht ihm der Verlust von Infrastruktur Sorgen.
„Unsere Schule braucht dringend eine Mensa – und wir brauchen Orte, an denen Menschen zusammenkommen können.“
Deshalb wünscht er sich langfristig ein Dorfgemeinschaftshaus – mit Räumen für die Vereine, für Austausch und kreative Projekte. Ein Ort, der spürbar macht, was Mittelstadt im Innersten zusammenhält: das Ehrenamt und das Miteinander.
Heimat im Garten, Bewegung auf zwei Rädern
Im Alltag findet Steffen seinen Ausgleich im eigenen Garten – „ein kleines Paradies direkt vor der Haustür“, wie er sagt. Ob zur Erholung oder zum Feiern, der Garten ist für ihn ein Lieblingsort. Auch mit dem Hund Mikka geht es regelmäßig in die Schießwieslen. Und wenn er nicht zu Fuß unterwegs ist, dann am liebsten auf zwei Rädern – gerne motorisiert.
Ein Mensch, der zupackt – und das Leben positiv sieht
Ob als Feuerwehrmann, Vereinsvorstand oder einfach als Nachbar – Steffen ist einer, der mit anpackt. Sein Blick auf die Zukunft ist klar: Die größten Herausforderungen sieht er bei der Infrastruktur – die größten Potenziale im Ehrenamt.
„Dort entfaltet sich Stärke, Sinn und Zukunftsgestaltung.“
Was ihn durch das Leben begleitet?
„Sei du selbst – authentisch, echt und zuversichtlich.“
Und ein Lieblingszitat von Erich Kästner, das so herrlich zu ihm passt:
Ein Wunsch an die Dorfgemeinschaft
Zum Schluss richtet Steffen noch einen Appell an alle Mittelstädterinnen und Mittelstädter:
„Bleibt am Ball und unterstützt durch euer Ehrenamt weiterhin unser schönes Mittelstadt. Ehrenamtliche Arbeit ist etwas Tolles und bereichert unseren Alltag. Miteinander – füreinander!“
Danke an alle, die Mittelstadt zu dem machen, was es ist
Mit dem Projekt „Gesichter unseres Dorfes“ wollen wir zeigen, wie viel Herz, Einsatz und Verbundenheit in Mittelstadt leben. Wir von mittelstadt.info danken Steffen für seine Offenheit, seine Energie – und für 34 Jahre Engagement im Dienst der Gemeinschaft. Er steht stellvertretend für viele, die nicht reden, sondern machen. Und die damit zeigen, was Mittelstadt wirklich ausmacht.
