Bezirksgemeinderat 22.9.2025
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Bericht zur Sitzung des Bezirksgemeinderats am Montag, 13. Oktober 2025
Der Kindergarten Mönchstraße wagt ein besonderes Projekt: Ein Hund soll künftig das pädagogische Team unterstützen und den Alltag der Kinder bereichern. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte die Einrichtung das Konzept der tiergestützten Pädagogik vor – als erster Kindergarten in Reutlingen.
Ziel ist es, Kindern durch den Kontakt mit einem Hund neue Erfahrungen zu ermöglichen, die ihr Selbstvertrauen stärken und zu einem respektvollen Umgang mit Tieren beitragen. Studien zeigen, dass Hunde beruhigend wirken und eine positive Atmosphäre schaffen. Der Hund ist im Besitz der pädagogischen Fachkraft Luisa Stolte und wird gezielt in den Alltag der Kindertageseinrichtung integriert – ohne therapeutische Zielsetzung.
Bevor Mosby, der Springer Spaniel, regelmäßig in der Kita mitwirken darf, müssen zahlreiche Voraussetzungen erfüllt sein: eine bestandene Begleithundeprüfung, regelmäßige Impfungen, Pflege und ein externer Teamtest alle drei Jahre. Das gesamte Team steht geschlossen hinter dem Vorhaben. Der Kontakt mit dem Hund erfolgt stets auf freiwilliger Basis – kein Kind muss mitmachen.
Mosby ist den Umgang mit Kindern gewohnt und soll zunächst einmal pro Woche in der Einrichtung sein. Für ihn wurde ein eigener Begegnungsraum eingerichtet. Durch ein Fenster können die Kinder vorab sehen, ob Mosby schon da ist, bevor sie den Raum betreten. Der Kindergarten steht hierzu in engem Austausch mit dem Veterinäramt. Listenhunde sind von der tiergestützten Pädagogik grundsätzlich ausgeschlossen. Eltern müssen ihr Einverständnis erklären, wenn ihr Kind Kontakt mit Mosby haben soll. Die laufenden Kosten trägt die Halterin selbst, lediglich der regelmäßige Teamtest wird vom Träger übernommen.
Das Pilotprojekt ist zunächst auf sechs Monate angelegt. Eine Dokumentation soll zeigen, welche Erfahrungen gesammelt werden und wie sich das Projekt auf die pädagogische Arbeit auswirkt. Zum Abschluss der Vorstellung zeigten sich die Mitglieder des Gemeinderats beeindruckt von der Professionalität und Sorgfalt, mit der das Konzept entwickelt wurde. Daniel Böhringer und Bezirksbürgermeister Joachim Dieterich bedankten sich im Namen des Gremiums für die engagierte Präsentation, würdigten den Mut zum Pilotprojekt und wünschten viel Erfolg bei der Umsetzung.
Das Thema der tiergestützten Pädagogik war zugleich der einzige Tagesordnungspunkt der öffentlichen Sitzung. Weitere Themen standen nicht auf der Agenda. Im Anschluss tagte der Gemeinderat noch in nicht öffentlicher Sitzung, um interne Angelegenheiten zu besprechen.
